Pressestimmen

«Die Inszenierung von Hinrich Horstkotte ist derartig wohlgelungen, dass sich das Publikum an einem heiteren, farbenfrohen und bewegenden Abend erfreuen kann. [...] Horstkotte und sein Bühnenbildner Martin Dolnik beschwören in der Inszenierung den ganzen Zauber der Barockoper: prachtvolle Dekorationen aus Pappmaché, knallig bunt und fantasievoll ausgeführt. Diese zweidimensionalen, gemalten Kulissen mit Wellen, Wolken, Vögeln und vielen Überraschungen geben der Aufführung einen besonderen Reiz. [...] Die leichte Ironie, mit der all das serviert wird, ist stets geschmackvoll und ausgewogen. Dem Auge wird viel geboten. [...] Dazwischen immer wieder die ausgedehnten Tanzszenen [...] Ballettchef Sergei Vanaev hat da hervorragende Arbeit geleistet. [...] Im Mittelpunkt des sehr homogenen Ensembles steht der lyrische Tenor François-Nicolas Geslot. Er durchlebt alle Facetten der Rolle von naiver Eitelkeit bis zur traurigen Schlussszene mit greifbarer Intensität, stimmlich dabei sehr kultiviert und präsent. [...] Marc Niemann und dem Philharmonischen Orchester Bremerhaven gelingt eine Wiedergabe auf höchstem Niveau.» (Wolfgang Denker, 26.12.2015, Weser-Kurier)

«Das perfide Spiel lässt Horstkotte auf einer farbenfrohen, von barocken Vorbildern inspirierten Bühne spielen, auf der Bühnenbildner Martin Dolnik reichlich Lokalkolorit wie Windräder und reizende Kleinigkeiten wie durch den Hintergrund hüpfende Frösche eingearbeitet hat. Hier entfaltet das enorm spielfreudige Ensemble nun die Intrige, in tollen Kostümen, die spielend zwischen Barock und Moderne flirren, mit viel Mut zur krachenden Pointe, aber auch erfreulich viel Gespür für die Musik Rameaus. Einzelleistungen hervorzuheben verbietet sich angesichts dieser Ensembleleistung beinahe. Marc Niemann führt die Bremerhavener Philharmoniker souverän durch die Partitur, das Bremerhavener Ballett, choreografiert von Tanzchef Sergei Vanaev, fügt seinen modernen Ballettstil nahtlos ins Regiekonzept ein, der Chor überzeugt gesanglich wie spielerisch. [...] Regine Sturm als personifizierte Verrücktheit glänzt nicht nur mit gesanglicher Intensität, sondern auch darstellerisch. Und ohne den Gast und Barock-Spezialisten François-Nicolas Geslot in der Titelrolle wäre dieser Abend nicht der, der er ist. [...] Kein glückliches Ende für die Protagonistin, aber für das Publikum.» (Andreas Schnell, 27.12.2015, Kreiszeitung)

«Eine Opernpremiere am ersten Weihnachtstag hat in Bremerhaven Tradition. In diesem Jahr ist sie mit der Oper Platée (Die Hochzeit der Platäa) von Jean-Philippe Rameau ganz besonders gut gelungen. Die in deutscher Sprache gesungene Aufführung in der Regie von Hinrich Horstkotte und der Choreographie von Sergei Vanaev ist ein Volltreffer. Das Publikum kann sich an einem heiteren, farbenfrohen und bewegenden Abend erfreuen. Dem Auge wird viel geboten, musikalisch ist alles vom Feinsten.» (Wolfgang Denker, 28.12.2015, Nordsee-Zeitung)

«Das Theater Bremerhaven hat wieder einmal für eine große Überraschung gesorgt. […] Größte Beachtung in dieser Produktion verdient natürlich das Ballett. Die Tänzerinnen und Tänzer unter der Choreographie von Sergei Vanaev zeigen ihr großes Können und wirbeln solo und in Gruppenformation durch die Götterwelt. Eine gewohnt verlässliche Leistung von Jens Olaf Buhrow war wieder von Chor- und Extrachor des Stadttheaters Bremerhaven zu hören, wobei besonders das quirlige Spiel erfreute. Ein weiteres Glück für die Produktion waren die Gesangssolisten. […] An die bislang lobenden Worte schließt sich die Beurteilung der Leistung von GMD Marc Niemann an, der mit seiner rasanten Stabführung dieser Art von Komposition bestens gerecht wurde. Auf jeden Fall: dem Premierenpublikum hat die Produktion gefallen.» (Hermann Habitz, 25.12.2015, Der neue Merker)