Isabel Hindersin
Isabel Désirée Hindersin ist in Barcelona geboren und aufgewachsen. Sie wurde zunächst an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule München zur Schauspielerin ausgebildet, danach folgte ihre Gesangsausbildung an der Musikhochschule Luzern und dem Opernstudio Köln. Sie ist außerdem staatlich diplomierte Simultandolmetscherin.
Ein Schwerpunkt Ihrer gesanglichen Laufbahn liegt in der zeitgenössischen Musik, so sang sie am Konzerthaus Berlin die deutsche Uraufführung von Birtwistles Io passion, die weibliche Hauptrolle bei den Schwetzinger Festspielen in Hidalgos Oper Bacon wie auch in Kergers Oper Fintenzauber am Grand Théâtre de Luxembourg. Über ihre Konzerttätigkeit wie z. B. an Silvester 2017 am Gewandhaus zu Leipzig mit Liedern von Sigfrid Karg-Elert hinaus war sie in den Titelrollen spartenübergreifender Werke wie Honeggers Jeanne d'Arc au bûcher auf dem Festival Theater der Welt und Medea von Benda bei WDR Klassik zu erleben.
Im Musiktheater sang sie von Adele in Die Fledermaus und Pamina in Die Zauberflöte bis hin zur Titelpartie in Die Krönung der Poppea und My Fair Lady und verkörperte ebenso Schauspielrollen wie Rosalinde in Wie es Euch gefällt, Gretchen im Urfaust, Amalie in Die Räuber und die Titelrolle in Minna von Barnhelm, in denen sie u. a. an den Münchner Kammerspielen, dem Schauspielhaus und der Oper Köln, dem Schauspielhaus Düsseldorf, der Oper des Nationaltheaters Mannheim und den Festspielen Bad Hersfeld zu erleben war.
Ihre Vielseitigkeit zeigt sich auch in zahlreichen Auftritten in Film und Fernsehen wie dem Tatort Roter Tod, der ZDF Politserie Das Kanzleramt und dem Kinofilm Paradiso, der auf der Berlinale 2000 mit einem Silbernen Bären an das Ensemble ausgezeichnet wurde. Ebenso drehte sie in ihrer Heimat Spanien die Serie Crematorio sowie kürzlich den Kinofilm De púrpura escarlata. Außerdem gab sie 2013 ihr Regiedebüt am Centre de Perfeccionament Plácido Domingo des Palau de les Arts Oper Valencia mit Mozarts Così fan tutte.
Seit Oktober 2016 ist sie Professorin im Fachbereich Musiktheater an der Universität der Künste Berlin. Dort inszenierte sie 2019 mit großem Erfolg die Berliner Erstaufführung von Angels in America, außerdem Die Krönung der Poppea, Dido und Aeneas, Die Hochzeit des Figaro, The Rape of Lucretia und Falstaff. Ihre Aufführung der Oper Frühling.Erwachen von Máté Bella wurde 2022 nach Budapest an die Liszt Ferenc Academy zum Gastspiel eingeladen. Für ihre Inszenierungen am Stadttheater Bremerhaven von Orpheus in der Unterwelt und Die lustige Witwe wie auch 2025 für Wagners Die Feen am Landestheater Neustrelitz erntete sie hervorragende Kritiken und Standing Ovations. Im Oktober 2026 wird sie in Neustrelitz La Bohème zur Premiere bringen. Am Stadttheater Bremerhaven wird sie im Februar 2027 Händels Hercules inszenieren.
WIRKT MIT BEI:

