Jorrit van den Ham
Der niederländische Pianist Jorrit van den Ham ist seit 2018 als Repetitor und Pianist am Stadttheater Bremerhaven engagiert. Seit der Spielzeit 2024/2025 unterrichtet er zudem als Lehrbeauftragter für Korrepetition Gesang an der Hochschule für Künste Bremen.
Als vielseitiger Musiker verbindet er pianistische Souveränität mit stilistischer Flexibilität und einer besonderen Affinität zum Musiktheater. Seine Tätigkeit umfasst Oper, Konzert, Lied und Kammermusik ebenso wie die Arbeit mit Orchestern und Vokalensembles. Eine besondere Leidenschaft gilt dem Orchester- und Ensemblespiel. Auf unterschiedlichen Tasteninstrumenten wirkte er in zahlreichen Produktionen und Konzerten renommierter Klangkörper mit, darunter das Philharmonische Orchester Bremerhaven, die Bremer Philharmoniker sowie das Nederlands Philharmonisch Orkest. Darüber hinaus arbeitete er mit zahlreichen Projektorchestern zusammen. So spielte er unter dem Taktstock renommierter Dirigenten wie Marco Angius, Bar Avni, Rasmus Baumann, Florian Czismadia, Srba Dinić, Boudewijn Jansen, Winfried Maczewski, Marc Niemann und Christopher Ward.
Im Laufe seiner Karriere hat sich Jorrit van den Ham als gefragter Repetitor und Begleiter etabliert. So war er u. a. für De Nationale Opera & Ballet Amsterdam, die Nederlandse Reisopera und die Kammeroper Rheinsberg tätig. Als Konzertpianist trat Jorrit van den Ham in zahlreichen europäischen Ländern auf. Sein Repertoire umfasst solistische Programme, Kammermusik und Liedgestaltung. Mit dem Philharmonischen Orchester Bremerhaven interpretierte er unter anderem das Klavierkonzert von Viktor Ullmann, das von Deutschlandfunk Kultur übertragen wurde, die Jazz Suite von Alexander Tsfasman sowie Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns. Im Wagner-Jahr 2013 war Jorrit van den Ham Stipendiat der Richard-Wagner-Stipendienstiftung.
Jorrit van den Ham studierte Klavier am Conservatorium van Amsterdam und nahm an internationalen Meisterkursen teil, u. a. am Conservatoire de Sion und am Mozarteum Salzburg. Von besonderer Bedeutung für seine künstlerische Entwicklung war die Begegnung mit Peter Feuchtwanger in London, dessen pianistische und musikalische Impulse ihn nachhaltig prägten.

