Lotta Hackbeil
Lotta Hackbeil wurde in Malsch geboren und wuchs in Dresden auf. Und so musste ihre Sprecherzieherin ihr nicht nur den sächsischen Dialekt, sondern auch die badische Sprachmelodie abtrainieren. Ihre künstlerische Laufbahn begann bereits während ihrer Schulzeit, als sie am Staatsschauspiel Dresden im Musical Anatevka die Rolle der Hodel verkörperte. Im Rahmen ihres Schauspielstudiums an der Theaterakademie Vorpommern war sie unter anderem als Julie in norway.today, als Ela Delahay in Charleys Tante sowie als Micky in Triumph der Provinz an der Vorpommerschen Landesbühne zu sehen.
Ihr Erstengagement führte sie an das Stadttheater Gießen, wo sie unter anderem mit Stefan Otteni, Thomas Krupa und Jule Kracht zusammenarbeitete. Dann packte sie die Abenteuerlust, sie verließ den sicheren Hafen des Festengagements, reduzierte ihr Hab und Gut auf zwei Koffer und eine Kiste, lief 950 Kilometer des spanischen Jakobsweges, lebte in verschiedenen Lebensgemeinschaften in Deutschland und Norwegen und arbeitete dort in der Gärtnerei und im Haus mit Menschen mit Behinderungen zusammen.
Aufgeladen mit neuen Lebenserfahrungen zog sie nach Leipzig und arbeitete von dort aus als freischaffende Schauspielerin. In dieser Zeit spielte sie unter anderem in Poor Boy Ägisth und AnXt, inszeniert und geschrieben von Christian Fries, am Theater im Pumpenhaus in Münster sowie bei den Schlossfestspielen Ettlingen die Maria Tura in Sein oder Nicht Sein. Parallel dazu begleitete sie drei Jahre eine inklusive Schulklasse im Schulalltag und bei der Erarbeitung von Theaterstücken.
Ab der Spielzeit 2026/27 ist sie festes Ensemblemitglied des Stadttheaters Bremerhaven.

