Corpus Delicti

von Juli Zeh / Fassung von Marie Schwesinger

PREMIERE 18. September 2020 // Kleines Haus

Was bedeutet es, ein Mensch zu sein? Diese fundamentale Frage stellt Juli Zehs 2007 uraufgeführtes Stück. Im Zentrum steht ein Staat, dessen Herrschaftsform sich die METHODE nennt. Diese legitimiert sich durch den unbedingten, kollektiven Überlebenswillen jedes Lebewesens. Gesundheit ist das höchste Ziel des Staates und da die METHODE auf Erkenntnissen der Biologie basiert, ist sie unfehlbar. Sie garantiert allen Bürger*innen Gesundheit, wenn diese sich dem Regime von lückenlosen Gesundheitskontrollen unterwerfen. Im Kern geht es um die Frage, ob das Individuum ein «Recht auf Krankheit» hat, wie eine Untergrundorganisation im Stück heißt, oder ob der Staat zum Wohle aller dem Einzelnen dieses Recht absprechen darf.

Inszenierung Magz Barrawasser
Bühne & Kostüme Rabea Stadthaus
Dramaturgie Peter Hilton Fliegel
Assistenz & Inspizienz Ana Maria Carreíra Rodriguez
Soufflage Birgit Ermers