Corpus Delicti

von Juli Zeh / in einer Bearbeitung von Marie Schwesinger

PREMIERE 18. September 2020 // Kleines Haus
DAUER 1 Std. 15 Min., keine Pause

Einführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungbeginn im Zuschauer*innensaal (außer am Premierentag)

Der Vorverkauf startet ca. vier Wochen vor dem Vorstellungstermin.

Vorstellungstermine

24.10.2020 um 19:30 Uhr Karten
31.10.2020 um 19:30 Uhr Karten
11.11.2020 um 19:30 Uhr Karten
15.11.2020 um 15:00 Uhr Karten
21.11.2020 um 19:30 Uhr Karten
29.11.2020 um 15:00 Uhr Karten
10.12.2020 um 19:30 Uhr Karten
30.12.2020 um 19:30 Uhr Karten

Was bedeutet es, ein Mensch zu sein? Welche unveräußerlichen Rechte haben wir? Diese fundamentalen Fragen stellt Juli Zehs 2007 uraufgeführtes Stück. Im Zentrum steht ein Staat, dessen Herrschaftsform sich die METHODE nennt. Diese legitimiert sich durch den unbedingten, kollektiven Überlebenswillen jedes Lebewesens. Gesundheit ist das höchste Ziel des Staates und da die METHODE auf Erkenntnissen der Biologie basiert, ist sie unfehlbar. Sie garantiert allen Bürger*innen Gesundheit, wenn diese sich dem Regime von lückenlosen Gesundheitskontrollen unterwerfen. Im Kern geht es um die Frage, ob das Individuum ein Recht auf absolute Selbstbestimmung hat, also auch ein «Recht auf Krankheit», wie eine Untergrundorganisation im Stück heißt, oder ob der Staat zum Wohle aller dem Einzelnen dieses Recht absprechen darf. Spätestens seit Corona muss man wohl niemandem erklären, warum diese Frage jeden etwas angeht.

Inszenierung Magz Barrawasser
Bühne & Kostüme Rabea Stadthaus
Dramaturgie Peter Hilton Fliegel
Regieassistenz Ana Maria Carreíra Rodriguez
Inspizienz Antonia Klein

Magz Barrawasser im Interview

Besetzung

Mia Holl

Heinrich Kramer / Richterin Sophie / Staatsanwalt Bell

Moritz Holl

Pressestimmen

«Ja, die Inszenierung hat genau das richtige Tempo – und auch die richtige Farbe – Bühnenbild und Kostüme sind weiß und Rabea Stadthaus, die beides entworfen hat, unterstützt so die gefühlvolle und auf den Punkt gebrachte Inszenierung von Magz Barrawasser. Die Schauspielerin und die beiden Schauspieler füllen den klinisch weißen Raum perfekt mit ihren Worten und Gedankenspielen.»

Marcus Behrens, Radio Bremen, 20.09.2020