Der Kirschgarten

von Anton Pawlowitsch Tschechow

PREMIERE 8. Mai 2021 // Großes Haus

Doch anstatt nach einer anderen realistischen Lösung zu suchen, geben sie sich sehnsuchtsvollen Gedanken hin und feiern ein Fest. Als Lopachin von der Versteigerung zurückkehrt, ist das Ende des Kirschgartens bereits besiegelt. 

Mit heiterer Ironie zeichnet Tschechow in seiner letzten, 1904 uraufgeführten Tragikomödie Der Kirschgarten eine Gesellschaft in einer Zeit des Übergangs, in der sicher Geglaubtes wegzubrechen beginnt. Aus Ignoranz und Verlustangst taumeln die selbstbezogenen Bewahrer lieber sehenden Auges dem eigenen Untergang entgegen, als sich den neuen Ideen der Visionäre zu öffnen. Unter dem Lärm der ersten Axthiebe müssen dann alle aufbrechen – ungewiss bleibt, welcher Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft führen wird.

Inszenierung Tim Egloff
Bühne & Kostüme N.N.