Titanic – Eisberg voraus!

von Thilo Grawe  / für Publikum ab 13 Jahren

PREMIERE 23. Oktober 2026 // JUB

Schulbestellungen unter schulbuchung@magistrat.bremerhaven.de und 0471 48206 -279

Vorstellungstermine

23.10.2026 um 18:00 Uhr AusverkauftPremiere
26.10.2026 um 10:30 Uhr Karten
27.10.2026 um 10:30 Uhr  
14.12.2026 um 10:30 Uhr  
15.12.2026 um 10:30 Uhr Ausverkauft
16.12.2026 um 18:00 Uhr Karten

Die Titanic ist vor mehr als hundert Jahren gesunken – aber sie erzählt auch heute von Menschen, die an Fortschritt glaubten, an Technik, die niemals versagen sollte. Sie zeigt uns Ungleichheit in Momenten, in denen es um Leben und Tod ging. Gleichzeitig ging es bei der Reise mit der Titanic um Aufbruch, um Menschen, die alles hinter sich ließen, um ein neues Leben zu beginnen, um Hoffnung, Sehnsucht, Mut – und darum, dass nicht alle die gleichen Chancen hatten. Vieles davon findet sich in der Auswandererstadt Bremerhaven. Dabei ist die Titanic längst Teil einer pop-kulturellen Erzählung.

Extra

Zur Sichtprobe für Pädaog:innen und Lehrkräfte am 21.10.2026 um 18:30 Uhr im JUB laden wir herzlich ein. Die Veranstaltung wird von der SEFO als Weiterbildung anerkannt. Wir bitten um Anmeldung unter jub@stadttheaterbremerhaven.de

INSZENIERUNG Thilo Grawe
BÜHNE & KOSTÜME Andreas Schmitz
DRAMATURGIE Bianca Sue Henne
THEATERPÄDAGOGIK Schirin Badafaras 

MIT
Stina Tannert
Tjede tom Wörden
Eliza Mesaros
Jake M. Piehl
Mieke Schirrmacher
Ida Buttler

Titanic – Eisberg voraus!

von Thilo Grawe / für Publikum ab 13 Jahren

ALLE WISSEN ETWAS ÜBER DIE TITANIC

Im Mai 2026 wagte sich eine Gruppe junger Menschen in ein Abenteuer: ein Stück über den Untergang der Titanic, das uns etwas über unser Leben heute in Bremerhaven erzählt. Schnell haben wir gemerkt, dass alle schon mal etwas von dem angeblich «unsinkbaren» Schiff gehört haben. Und so trugen die Mitwirkenden so langsam zusammen, was sie so wussten. Es zeigte sich, dass das erstaunlich viel war. Die Titanic und ihr Untergang sind Teil des kollektiven Gedächtnisses unserer Zeit. Wenn wir uns zusammentun zu einer Gruppe, einem Kollektiv, dann ist in dieser Gruppe eine Menge Wissen versammelt, das sich nutzen lässt. 

DIE TITANIC ALS TEIL DER POPKULTUR?

Die Kombination aus menschlicher Selbstüberschätzung und Überheblichkeit und dem tragischen Tod von mehr als 1.500 Menschen macht die Geschichte der Titanic zu einer guten Grundlage für diverse Erzählungen. Gesellschaftliche Themen wie Arm und Reich, Grenzen von Technik, der Drang des Menschen, die Natur zu überwinden und sein Scheitern daran, und die vielen unterschiedlichen Gründe, auf das Schiff zu gehen sowie Heldentum und menschliches Versagen können alle in einer Geschichte um die Titanic verhandelt werden. So kam es, dass die Katastrophe weitererzählt wurde, weit hinaus über alles, was wir über sie schon wissen: in Romanen, Kinofilmen, im Musical, in der Wanderausstellung Titanic Experience, Popsongs und Internet-Memes. 

WAS HAT BREMERHAVEN MIT DEM UNTERGANG DER TITANIC ZU TUN?

Tatsache ist: Bremerhaven hat wenig direkte historische Verbindung zur Titanic, aber die Stadt ist ein wichtiger maritimer Standort in Deutschland, der sich mit Themen wie Schifffahrt und Schiffskatastrophen auseinandersetzt. Das weiß in Bremerhaven wirklich jedes Kind. Für Ortsfremde zeigen das Historische Museum und das Deutsche Schifffahrtsmuseum den Stellenwert des Hafens auf. Aus dem laufen übrigens ein bis zwei Kreuzfahrtschiffe wöchentlich zu Vergnügungsreisen aus. Die Fahrt mit der Titanic war für viele Passagiere der ersten Klasse genau das: eine Luxusreise. Im Deutschen Auswandererhaus findet sich dann noch ein weiteres Thema, das die Titanic mit Bremerhaven gemeinsam hat: Migration. Ein großer Teil der zweiten Klasse-Passagiere und nahezu alle in der dritten Klasse waren auf der Titanic mit einem one-way-Ticket. Nach der Atlantiküberquerung planten sie, über New York ein neues Leben in Amerika zu beginnen. Die Sehnsucht nach einem anderen, besseren Leben und die Verheißung von Glück in der sogenannten Neuen Welt, wie Amerika genannt wurde, ließen viele Europäer über Bremerhaven auswandern. Schauen wir uns die strikte Trennung zwischen den drei Klassen auf der Titanic an, wird die Chancenungleichheit besonders erfahrbar. In Bremerhaven leben Menschen, die mit ebenfalls sehr unterschiedlichen Startchancen ins Leben gehen. Zwischen den Villen rund um die beiden Parks und den heruntergekommenen Straßenzügen im Goetheviertel oder dem sozialen Wohnungsbau in Wulsdorf liegen Welten. 

67 SEKUNDEN

Ein Thema, das sich als roter Faden durch unser Stück zieht, ist das Handeln unter Zeitdruck. Zwischen dem Aufprall und dem Einleiten von Maßnahmen wie Notruf und Wendemanöver vergingen nur 67 Sekunden – höchstens, manche Quellen sprechen von noch weniger. Manche Menschen laufen zu Höchstform auf, wenn sie eine Deadline haben. Manche erstarren und können keinen klaren Gedanken mehr fassen. Einige werden zu Helden, wieder andere zu groß-artigen Teamspielern. 

IMPRESSUM

Saison 2026/2027  
Stadttheater Bremerhaven
Intendant: Lars Tietje 
Redaktion: Bianca Sue Henne Grafik: KNOWN AS STUDIO  
Satz: Nathalie Langmaack

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