Victoria Kunze erhält Herzlieb-Kohut-Preis

Sopranistin für musikalische Ausdrucksmöglichkeit geehrt
 

Am 3. September 2022 wurde der Herzlieb-Kohut-Preis für herausragende künstlerische Leistungen am Stadttheater Bremerhaven im Rahmen der feierlichen Eröffnungsgala zum 18. Mal verliehen.

Die Verleihung erfolgte durch den Vorstand der Herzlieb-Kohut-Stiftung Sophie Schad und Gustav Carsten Rogge.

In diesem Jahr erhielt die seit der Spielzeit 2018/2019 am Stadttheater engagierte Sopranistin Victoria Kunze den Preis für ihre sängerische Ausdrucksmöglichkeit und spielerische Wandlungsfähigkeit. 

In der Begründung der Jury heißt es:
«Ob es ein Musical von Andrew Lloyd Webber ist, eine Puccini- oder Mozartoper, die klassische Operette von Emmerich Kálmán oder Bohuslav Martinus Mariechen von Nimwegen – die Sopranistin Victoria Kunze offenbart schon in ihrer ersten Spielzeit 2018/2019 am Stadttheater das variable Spektrum ihres gesanglichen Könnens und ihre wandlungsfähigen musikalischen und darstellerischen Ausdrucksmöglichkeiten in verschiedenen Genres sowie in der Verkörperung unterschiedlichster Rollenprofile. […]
Die Glanzleistung ihrer Spiel- und Sangeskunst aber gelingt Victoria Kunze zu Beginn der Spielzeit mit ihrer Darstellung der Olympia-Figur in Hoffmanns Erzählungen.
Ihre stimmlichen und komödiantischen Ausdrucksmöglichkeiten kulminieren auf nachdrückliche, das Publikum mitreißende Weise, in der großen Koloraturarie der mechanischen Puppe Olympia.
Virtuos, mit Wohlklang in allen Lagen, bewältigt Victoria Kunze mit ihrer stimmlichen Brillanz die anspruchsvollen musikalischen Anforderungen der Arie mit Bravour. Mit ihrer mimisch gestischen Präzision gelingt ihr gleichzeitig eine überzeugende Darstellung des maschinenhaften Bewegungsablaufs ihrer Figur.
In dieser Szene zeigt sich wie in einem Brennglas Victoria Kunzes großes künstlerisches Vermögen ihre ausdrucksstarke Spielfreude, ihre beeindruckende Bühnenpräsenz, ihre nuancenreiche und klangvolle Stimme.»

 

Victoria Kunze in der Rolle der Olympia in Hoffmanns Erzählungen
Foto: Heiko Sandelmann